Georg Friedrich Blödner

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12.07.2019 FAMILIE GEUTEBRÜCK SPENDET DER STADT GOTHA EINE INFORMATIONSTAFEL FÜR DAS AUFGESTELLTE BLÖDNER-EPITAPH. Nun sind alle Daten beisammen um die Informationstafel fertigzustellen und um sie nächste Woche in Produktion zu geben. Sie soll dann gut lesbar neben dem Epitaph angebracht werden. Die Tafel enthält die genealogischen Verbindungen des Georg Friedrich Blödner zu der bekannten Blödner-Dynastie zu Gotha. Informationen zu seiner ebenfalls auf dem Steine genannten Ehegattin. Eine Beschreibung des Epitaphes selbst und Transkription des darauf vorhandenen Textes. Weiterhin Informationen zu seiner Tätigkeit in Gotha und ein Photo seines Wohnhauses. Die Tafel ist eine Spende der Familie Geutebrück an die Stadt Gotha.

Vom Grabdenkmal für Georg Friedrich Blödner und Ehegattin Johanna Susanne Henriette Blödner, geb. Brand

Der Stein wurde im Jahre 1866 für Johanna Susanne Henriette Blödner auf dem Erbbegräbnis der Familie an der Ostmauer des Friedhofs III aufgestellt; anfangs nur ihre Daten tragend, wurde die Inschrift im Jahre 1880 mit den Daten vom Ehemann Georg Friedrich Blödner ergänzt. Georg Friedrich Blödner war der Sohn des Gothaer Seifensieder-Meisters Johann Friedrich Blödner (1768-1846) und der Sattlerstochter Anna Dorothea Mälzer (1774-1830) und wurde im Hause 787 am Neumarkt geboren. Er ehelichte im Jahre 1828 Johanna Susanne Henriette Brand. Sie wurde im Jahre 1806 als Tochter des Kesselmüllers Johann Michael Brand und der Schreinerstochter Johanna Susanna Fliedner im Hause 645 geboren.

Der Stein ist ausgeführt im Stile der Neogotik des mittleren 19. Jahrhunderts, zeigt aber auch Stilblüten aus dem Barock (Puttenkopf). Zwischen zwei spitz zulaufenden Pilastern, erhebt sich ein leicht verzierter Spitzgiebel, welcher im Inneren ein durch Gitterornamente und sechs Blüten umranktes Puttenköpfchen zeigt. Das Köpfchen sitzt auf einem herzförmigen Folium und wird umrankt von einem Dornenkranze.

Der mit einer flachen Halbbogenblende als Textfeld versehene Stein trägt auf diesem folgende Inschrift:

"Hier ruhen Frau

Susanne Blödner geb. Brand

geb. d. 15. Januar 1806 gest. 1. April 1866

und deren Gatte

Georg Friedr. Blödner

geb. d. 28. April 1803 gest. d. 7. Januar 1880"

Im Sockelteile befindet sich zwischen den beiden Pilasterstämmen eine Querkartousche mit folgendem Schriftzug:

"Erbbegräbnis der Familie Blödner".

Im Hause 787 geboren, lernte Georg Friedrich Blödner schon früh das Handwerk der Seifensiederei. Im Hause befand sich ausserdem eine kleine Gastwirtschaft. Nach dem Tode des Vaters kauft er auch das nebenstehende Haus 786, die Gastwirtschaft ""Zum Schwan" auf. Er führt von nun an die Seifensiederei und die Gastwirtschaft gemeinsam mit seiner Frau. Ab 1858 wird er dabei auch von seinem Sohne Carl Wilhelm Thankmar Blödner (1833-1870) und dessen Gattin Emma Anschütz (1835-1899) unterstützt. Ab dieser Zeit tragen die beiden Häuser nun auch ihre neue Adresse: Neumarkt 9 & 11. Im Alter von nur 60 Jahren stirbt Susanne Blödner schon im Jahre 1866. Vier Jahre später stirbt sein Sohn Carl Wilhelm Thankmar sehr früh. Von nun an führt er noch 10 Jahre bis zu seinem Tode die Wirtschaft mit der Witwe seines Sohnes. Im Jahre 1880 stirbt Georg Friedrich Blödner und wird im Grabe seiner Gattin beigesetzt. Die Häuser sind längst verschwunden aber Stein überdauert das Ende vom alten Friedhof III und erlebt dort den Sportplatz und auch den Bau und Abriss des neuen Stadtbades. Kurz darauf wird der Stein selbst abgebaut und einer Säuberung unterzogen. Im Juli 2019 wird der Stein nun an den hiesigen Platz gestellt. An die Westmauer des Friedhof II, des ehemaligen "neuen Gottesackers".

Georg Friedrich Blödner hat genealogische Verbindungen zu den Gothaer Industriellen Heinrich Blödner (Vetter), Oscar Blödner (Neffe 2. Grades) und August Blödner (Neffe 2. Grades).

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